Angeln weiter beliebt in Tschechien


 
 
 

In Prag wurde letzten Monat die internationale Fischereimesse For Fishing eröffnet.

Auf dem Messegelände im Stadtteil Letňany präsentieren rund 200 Aussteller aus zwölf Ländern die neuesten Anglertrends. Zur Eröffnung der Messe sagte der Geschäftsführer des Tschechischen Anglerverbandes, Jan Štípek, man habe knapp 249.000 Mitglieder. Die Gesamtzahl der Angler hierzulande schätzt Štípek aber auf 350.000 bis 400.000.

Im vergangenen Jahr stellte der Verband 13 Prozent mehr Fischereierlaubnisse für andere Gewässer als Forellengewässer aus als noch 2017. Die Gesamtzahl dieser Erlaubnisse betrug 50.270, dies war der höchste Wert seit 2009. Zudem stellte der Verband rund 170.000 regionale Fischereierlaubnisse aus. Die gute Wirtschaftslage habe dazu geführt, dass mehr Menschen eine Fischereierlaubnis beantragt hätten, befand Štípek. Er fügte hinzu, dass es in Tschechien rund 50.000 bis 80.000 Fischer gibt, die nicht in Tschechien angeln, sondern dafür nach Norwegen oder in andere Staaten reisen.

Kommerzielle Fischer ergreifen zudem Zucht- und Besatzmaßnahmen. Im vergangenen Jahr haben die Verbandsmitglieder in tschechischen Flüssen Fischbrut und junge Fische im Wert von 210 Millionen Kronen (8,2 Millionen Euro) ausgesetzt. Am häufigsten waren Štípek zufolge Karpfen, gefolgt von Hechten, Zandern, Welsen – und in den Forellengewässern – auch Forellen oder Äschen.

Jan Štípek sagte zudem, dass sich sein Verband einfachere Fischereiregeln wünsche. Sich in diesen auszukennen sei für einige Angler ein Problem.