Fischerfest: Leidenschaft fürs Angeln und für Fischbrötchen

Rund um den Angelsport ging es am Sonntag beim Fischerfest des Angelsportvereins SFV Friesische Wehde. Fischerfest, Sportfischerverein Zetel, Ingo Frerichs,

 
 
 

Zetel. Um den Angelsport drehte sich am Sonntag alles beim Fischerfest des Sportfischervereins Friesische Wehde. Viel Mühe mit der Vorbereitung hatten sich die Nachwuchsfischer der 70 Mitglieder starken Jugendgruppe gegeben. Denn der Erlös des Fischverkaufs, der Cafeteria und der Tombola kommt der Jugendabteilung zugute. Die jungen Fischer wollen damit einen Angeltrip an die Jümme finanzieren.

„Meine Angelkinder sind glücklich und dankbar“, freute sich Jugendwartin Anja Albers, der die Nachwuchsarbeit sehr am Herzen liegt. „Mir gefällt hier die Gemeinschaft, es ist schön mit anderen jungen Leuten etwas zu machen“, sagte der zehnjährige Nico. „Mein Papa war mal Angler und hat viel davon erzählt, deshalb bin ich jetzt auch Angler.“

Etwa 400 Mitglieder hat der Sportfischerverein am Driefeler Esch. Rund um das Gewässer gibt es neben dem Freizeitvergnügen auch allerhand zu tun. So muss der Bewuchs am Ufer regelmäßig zurückgeschnitten werden, Stege werden instandgehalten, oft muss leider auch Müll gesammelt werden und im Frühjahr wurden zahlreiche junge Zander, Barsche und Forellen ausgesetzt.

In der Nacht vor dem Fest saß der 15-jährige Elias Behrendt am Wasser und fing eine 40 Zentimeter lange Forelle. „Ich esse gern Fisch und angle seit zehn Jahren“, sagte er. Vom erfahrenen Angler Uwe Schill bekam er einen Tipp: „Da hinten, wo die Wellen anfangen, steht der Hecht.“ Anglerglück hatte auch Thomas Ihmels: Am frühen Morgen fing er zwei Welse. „Leider nur kleine, damit kann ich nichts anfangen“, sagte er. Sie dienten während des Festes als Anschauungsmaterial im Aquarium auf dem Vereinsgelände und wurden am Abend in den See zurückgesetzt. Für Thomas Ihmels bietet das Angeln eine Auszeit vom Alltag. Von neuzeitlichem Schnickschnack wie dem zielgenauen Auswerfen der Angel mittels einer Drohne oder dem Anfüttern an einer bestimmten Stelle mit einem ferngesteuerten Boot hält er nichts: „Das ist doch kein Sport mehr.“

Übrigens macht sich die Trockenheit auch beim Driefeler Esch bemerkbar, der Wasserstand ist etwa 1,5 Meter unter normal. „So etwas habe ich in meinen 33 Jahren noch nicht erlebt“, so Ihmels. Und die Sportfischer hoffen auf kühleres Wetter, damit die Blaualgenblüte zurückgeht und kein Sauerstoffmangel im Gewässer entsteht.

Für ihre Gäste hatten sich die Angelfreunde einiges einfallen lassen – und natürlich drehte sich fast alles um Fisch. „Unser Brassenburger ist der Hit“, sagte Anja Albers. Den Fisch dafür fängt der Verein selbst und bereitet die Burger auch selbst zu. Am Ende verspeisten viele Besucher das „ultimative Fischbrötchen“.