Saale-Fisch ist wieder essbar

„Kann man die wirklich essen?“ wird auch dieser Angler immer wieder gefragt

 
 
 

Halle– „Gibt es Fische in der Saale?“ lautet die erste Frage, die Ralf Möller (63) und Halles 2200 Anglern immer wieder gestellt wird. Die zweite: „Kann man die essen?“
Die erste Frage kann Möller seit Jahren beantworten: „30 Arten tummeln sich wieder in der Saale, darunter Forelle, Brasse und Schleie.“

Und auch die zweite Frage ist nun geklärt. Das „Eurofins Institut Dr. Appelt“ aus Leipzig untersuchte in Halle geangelte Karpfen, Hechte, Döbel und Güster. Neben dem Ergebnis der mikrobiologischen und sensorischen Prüfung interessierte die Angler vor allem die Elementanalytische Untersuchung. Schließlich war die Saale lange voller Quecksilber, Cadmium und Blei.

„Das Ergebnis hat uns überrascht“, gesteht Ralf Möller. Alle Grenzwerte werden weit unterschritten. Bei Quecksilber gelten beispielsweise 0,5 Milligramm/Kilo als unbedenklich. Nachgewiesen wurden zwischen 0,23 und 0,4. „Die Proben“, teilt das Institut mit, „entsprechen der Verordnung für Lebensmittel.“

Bezahlt wurde die Untersuchung vom Förderverein „Pro Halle“. Die Angler bedankten sich mit Aal, Wels und anderen Fischen aus der Saale. André Grenzdörfler (40), Koch im „Krug zum grünen Kranze“, bereitete daraus ein Vier-Gänge-Menü. Leider eine Ausnahme. Saale-Fisch ist zwar lecker, aber Angler können den Bedarf nicht decken.