Nonnenweierer Angler blicken auf 55 Jahre zurück

Stefan Schindel (von links), Norbert Fischer und Ottmar Oberle stellen den aktuellen Vereinsvorstand. ©Thorsten Mühl
article inline
 
 
 

Der Angelverein Nonnenweier blickt inzwischen auf 55 Jahre Vereinsgeschichte zurück. Neben dem Angeln haben heute Aufgabenbereiche, wie beispielsweise die Gewässerpflege, ganz klar an Bedeutung gewonnen.

Unlängst hat der Angelverein Nonnenweier bei der Hauptversammlung über Themen wie bauliche Maßnahmen im Anglerheim und die Wasserqualität der Seen informiert. Gegründet wurde der Verein, wenngleich das Jubiläum 2020 nicht eigens begangen wird, im September 1965 – vor fast 55 Jahren. Grund genug für einen Blick fünfeinhalb Jahrzehnte Vereinsgeschichte.

48 Mitglieder hoben den Angelverein aus der Taufe, eine wesentliche Entwicklung, die der Verein im Laufe seiner Historie durchlief, war grundlegender Natur. Der damalige Vorsitzende Helge Mühlhaus umriss die Entwicklung anlässlich des Festakts zum 50-jährigen Bestehen 2015 als Weg fort vom Sport- hin zum „waidgerechten Angeln“.

Wandel durchlaufen

Wo tatsächlich sportlich motiviertes Angeln lange ein wesentlicher Pfeiler war, hat sich das Denken, bedingt durch verschiedene Faktoren, im Laufe der Zeit gewandelt. Angeln ja, aber noch viel stärker begleitet von anderen Aspekten. „Die Pflege der Gewässer und Uferanlagen ist eine unserer Hauptaufgaben geworden“, brachte es Mühlhaus auf den Punkt – ein Thema, das auch seitens der aktuellen Doppelspitze Ottmar Oberle und Stefan Schindel bis heute stark betont wird.

Die Wandelbarkeit, die Bereitschaft, sich neuen Entwicklungen und Zeiten anzupassen, das mussten die Nonnenweierer Petrijünger gerade in jüngerer Vergangenheit zeigen. Die „Peta“-Thematik hatte, wie für alle Angelvereine der Umgebung, Auswirkungen auf das Vereinsleben, ebenso auf die Kommunikation der Aktivitäten. Der „Polder Elzmündung“ wird perspektivisch zum Verlust der beiden Angelseen führen, so dass gemeinsam mit der Kommune und auch dem Regierungspräsidim (RP) Freiburg nach denkbaren Ersatzlösungen gesucht werden muss.

Ein wichtiger Faktor

Gleichzeitig setzen sich die Verantwortlichen mit der Jugendarbeit auseinander, denn ein funktionierender Verein benötigt einen stabilen Fundus an Junganglern. Die Angler zeichnete über die Jahrzehnte außerdem Treue aus. Während die aktuelle Vereinsspitze den Mitgliedern stets für Einsatzkraft und Tatendrang dankt, formulierte es Helge Mühlhaus beim Festakt 2015 so: „Eines ist ganz klar: Wenn die Mitglieder nicht gewesen wären, wären wir heute nicht hier.“

Kontinuität war ein weiterer Anker für 55 Jahre Angelverein Nonnenweier. Gründungsvorsitzender war Emil Kopp, der unter anderem, verbunden mit einem hohen Maß an Eigenleistungen, den Bau des Anglerheims federführend voranbrachte. Auf ihn folgten Peter Klipfel und Helge Mühlhaus, ehe die Struktur an der Vereinsspitze 2016 aufgrund der immer weiter steigenden Komplexität und Fülle der Aufgaben hin zur Doppelspitze geändert wurde. Ottmar Oberle ist seither Teil dieser Konstellation, zunächst in Kooperation mit Günter Würz, seit diesem Jahr mit Stefan Schindel. „Auf Kontinuität haben wir gesetzt, sie hat uns über Jahre hinweg begleitet“, betonte Mühlhaus, selbst 16 Jahre an der Spitze.

Kurzum: Der aktuell 128 Mitglieder (92 Aktive (darunter vier Jungangler), 36 Passive) zählende Verein befindet sich, von der offenen Frage der Angelgewässer einmal abgesehen, momentan auf einem stabilem Fundament und in ruhigem Fahrwasser. So wurde die Pächtersituation im Anglerheim zuletzt geklärt und das Gebäude in allen Bereichen auf den neusten Stand gebracht.